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Dum spiro, spero.
21.03.2010
Eintracht Frankfurt

El Capitano

Ein aufschlussreiches Gespräch mit dem rekonvaleszenten Kapitän von Eintracht Frankfurt in der FAZ:

“Aber wer ist denn dann dafür verantwortlich, wie die Eintracht auftritt?
Jeder, der auf dem Platz steht. Unsere Spieler haben ihre Qualitäten vielleicht eher im kämpferischen Bereich. Das ist die Marschroute des Vereins, solche Spieler werden verpflichtet. Und jeder von ihnen spielt an seinem Limit oder versucht es zumindest. Da braucht man von niemandem zu erwarten, dass er plötzlich anfängt, attraktiv zu spielen. Das geht nicht. Dies muss man akzeptieren – oder eben lauter Zauberer holen.”

Sieht so aus als wäre auch Ioannis Amanatidis der Meinung, mit diesem Kader ginge nicht viel mehr.

Eintracht Frankfurt

Was am Samstag droht

Amanatidis? Wie? Wieso Amanatidis? Der, der eigentlich nur dann wirklich Leistung bringt, wenn er topfit ist? Und der soll’s am Samstag richten? Spielerisch oder durch seine Präsenz? Die nächste Verzweiflungstat, nach der Einwechslung von Juvhel Tsoumou am vergangenen Samstag? Und all dies, obwohl man “Wunderdinge von Amanatidis nicht erwarten darf“, wie der Fußballlehrer mahnt?

Doch es droht nicht nur Amanatidis.
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Eintracht Frankfurt

Ama, wtf?

Ächem.

Aber Luca Toni spielt bei Bayern München, ihm werden die Bälle perfekt serviert, und die schießt dann auch meine Oma rein.

Quelle: Interview FR.

Guckst Du hier: Minute 00:39 und Minute 03:15. [Edit: Video von Amas vergebenen Torchancen gegen die Bayern wurde inzwischen gelöscht. Schade.]

Hat die Oma schon einen Vertrag? Wenn nicht: Herr Bruchhagen, schicken Sie den Holz da runter. Oma scouten.

Eintracht Frankfurt

Armut gegen Elend

Vielleicht war es wegen seiner Verbundenheit zu Rudi Bommer, dem alten Zimmerkollegen aus Uerdinger Zeiten, das Friedhelm Funkel gestern den fälligen zweiten Stürmer nach ca. 60 Minuten nicht brachte. Zuvor hatte Mehdi Mahdavikia die gefühlte zehnte Ecke auf den kurzen Fünfer direkt einem Duisburger Abwehrspieler an den Kopf geschossen. Alle, die das Spiel sahen, bettelten förmlich darum den Iraner endlich zu erlösen. Vier Minuten später kam dann tatsächlich Weißenberger(!), allerdings für den stark abbauenden Toski, nicht für den glücklosen Mahdavikia. Der wurde erst fünf Minuten vor Ende dieser erschreckend schwachen Bundesligapartie durch den keinesfalls als offensiv verdächtigen Inamoto ersetzt.

Dann kam der Abpfiff, Eintracht Frankfurt hatte dieses Spiel mit Ach und Krach gegen einen nicht erstligareifen Gegner mit 0:1 gewonnen, und alle lagen sich in den Armen.
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Herr Jakob weiß was, Herr Bruchhagen auch

Noch am Tag, an dem BILD über den Vorfall an der Hauptwache berichtet, “meldet” sich der “erste Augenzeuge”. Berichtet BILD. Natürlich.

Halten wir also kurz inne und fest

Walter Jakob, Angestellter bei der Dresdner Bank, stand hinter Amanatidis im Stau.

Sagt Bild. Oder Herr Jakob. So genau weiß man das nicht, denn, wie BILD Herrn Jakob zitiert:

Ein silbergrauer Van blockierte die Fahrbahn. Ein Mann mit langen Haaren (Amanatidis, d. Red.) im Trenchcoat stieg daraufhin aus. Was er gesagt hat, habe ich nicht verstanden. Er schien ruhig zu reden und ging danach zurück zu seinem Wagen.

Herr Jakob scheint Herrn Amanatidis nicht erkannt zu haben. “d. Red.” hat Herrn Amanatidis erkannt. Oder sie vermutet, dass der Mann mit den langen Haaren Herr Amanatidis war. Anschließend kam es wohl zu einer verbalen Auseinandersetzung, wie der “erste Augenzeuge”, Herr Jakob, lt. BILD berichtet. Und dann wird es dramatisch

Dann bin ich ins Parkhaus gefahren. Als ich fünf Minuten später wieder runter kam, standen die immer noch da. Dann bin ich mit meiner Frau einkaufen. Und als wir eine Viertelstunde später wieder zurückkamen, standen sie immer noch beieinander. Mittlerweile waren auch Polizisten da.

Fazit: Herr Jakob war der “erste Augenzeuge”. Nicht irgendjemand, den die Polizei noch am Ort des Geschehens befragt hat, sondern Herr Jakob. Der “Augenzeuge” hat eigentlich mehr gehört als gesehen, wenn man dem Bericht glauben darf, aber das macht ja nichts. Dann ist Herr Jakob mit seiner Frau “einkaufen” (gegangen? geflogen? getänzelt? Man weiß es nicht!). Nach 15 Minuten war dieser Einkauf, zu dem Herr Jakob in die Stadt fuhr um im Parkhaus Hauptwache den Wagen abzustellen, wieder beendet.

Respekt, Herr Jakob. 15 Minuten für einen Einkauf, und das mit Gattin im Vorweihnachtstrubel. Und dann ratzfatz zur BILD. Solche Leute braucht die “Dresdner Bank”, die sicher nur auf Grund einer sorgsamen journalistischen Recherche im Artikel erwähnt wird.
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Zurück zum Tagesgeschäft

Nicht wenige hatten vorhergesagt das sich irgend einer der Eintracht-Nationalspieler im Laufe dieser Woche krank von seinem internationalen Einsatz zurück melden würde. Gestern war es dann soweit: Amanatidis hat Rippe.

Die Selbsterfüllende Prophezeiung ist eine Vorhersage, die sich erfüllt, nur weil sie von einem sozialen Akteur geäußert und von anderen aufgenommen worden ist. Sie also eine besondere Ursache der Folgen, von denen sie spricht.

Quelle: Wikipedia

Man mag zu Recht bezweifeln, dass sich der Kapitän von Eintracht Frankfurt deshalb verletzt hat, weil es vom Umfeld (aka “der soziale Akteur”) so befürchtet wurde. Mit dem selben Recht kann man in Frage stellen, ob bei einer Rippenprellung die von griechischen Ärzten verordnete viertägige Trainingspause ausreicht, eine solche Verletzung zu kurieren. Diese Pause ergibt sich sowieso von selbst, weil man mit einer Rippenprellung alles andere im Sinn hat, als Sport zu treiben. An eine Teilnahme an einem Bundesligaspiel nur eine Woche später ist somit erst gar nicht zu denken.
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Eintracht Frankfurt

Sturmlos

Sauber. Musste ja so kommen. Muskelfaserriss beim Kapitän. Wie bei Herrn Ochs im “Gesäßbereich”.

Hm.
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Die Sache mit der Binde

Friedhelm Funkel hat sich in Sachen Mannschaftskapitän für die kommende Spielzeit also für Ioannis Amanatidis entschieden. Ein Amt, das in Frankfurt zuletzt so ziemlich jeder der irgendwie den Mund aufbekam mal ausüben durfte, ein Titel, der offiziell bis zum Ende der letzten Saison dem Abgänger Jermaine Jones gehörte.

Bei der Ernennung von Jones zum Spielführer ging der Coach damals ein hohes Risiko. Er wusste, das der Bonameser kein pflegeleichter Typ war, er wollte ihn in die Verantwortung nehmen, wollte erreichen, das Jones mit dem Amt reifen und ein wenig erwachsen würde. Diese Einschätzung hatte sich später als falsch erwiesen, und Funkel sagte irgendwann selbst, die Inthronisierung von Jones sei ein Fehler gewesen.
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Last stop

Mit zwei Freundschaftsspielen gegen Gegner auf Augenhöhe Amateurmannschaften verabschiedet sich die Eintracht in die Sommerpause.

Topspiel 1: Heute sozusagen als Auftakt zum Hessentag treten die Adler im eigens renovierten Schrenzerstadion gegen eine Stadtauswahl aus Butzbach an. Mich dünkt, unter uns sind “Nordhessen” – geht jemand hin?

Vielleicht findet sich auf dem platten Land in Person von Oliver Waschkowitz oder Michael Glasstetter ein neuer Torwart? Oder Eintracht-Fan und Spielmacher Manuel Hofmann wird unser neuer 10er? [Weiterlesen]

Eintracht Frankfurt

Auch die müssen reden

Mein Arbeitgeber sieht es auch nicht so gerne, wenn ich mitten am Tag einfach mal aufstehe und nach Hause fahre.

Während die Welt für Marcel Heller rosarot aussieht, dräut Ungemach mit Ioannis Amanatidis. Der Stürmer soll nach einer Auswechslung zur Halbzeitpause noch während des Spiels gegen Mainz nach Hause gefahren sein. Funkel konnte das gestern nicht bestätigen, aber “wenn es stimmt, dann ist das nicht in Ordnung, und wir werden darüber reden müssen”. Amanatidis, der gestern wie Kollege Kyrgiakos zum Länderspiel der Griechen gegen Südkorea reiste, empfand seine Auswechslung offenbar als Affront. Funkel selbst sieht kein Konfliktpotenzial.

Quelle: FR-online.de

Danke an Thomas Kilchenstein für das Wörtchen “dräut”.

 
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