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Dum spiro, spero.
19.03.2010
Eintracht Frankfurt

Rock ‘n’ Roll

Diesmal also known as Ribery ‘n’ Robben. Um andere Akteure ging es bei der gestrigen Pressekonferenz zum Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Bayern München kaum. Und Michael Skibbe sagte etwas, was wenig Anlass zur Hoffnung gibt: “Wenn die Bayern ihre Form erreichen sind sie zu gut.” Baff. Das sitzt, das setzt ein Zeichen, da muss man als vom Frühling kurzfristig Verblendeter mal eben Luft holen und durchatmen. Rechte Wange, linke Wange. Baff, baff. Rock ‘n’ Roll. Wenn die Bayern ihre Form erreichen, sind sie zu gut.
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Liebe Sportfreunde!

Ich weiß doch, wie es läuft. Wenn im nicht gebührenfinanzierten öffentlichen deutschen Farbfernsehen die Partie FC Barcelona (”kicker”-Schreibe: “Barça” - auch die wissen, wo der Hase im Pfeffer liegt!) gegen den VfB Stuttgart übertragen wird, dann brauche ich doch gar nicht hinzuschauen. Dann weiß ich vorher, dass Messi (den Namen bitte nur euphorisch artikulieren!) das frühe einsnull erzielen wird, was ein Knaller, welch ein Traumtor, Ausrufezeichen. Dabei macht er nichts anderes als den Ball zu nehmen, auf one-touch-Geschwätz zu pfeifen und dem freundlich eskortierenden Gegner zu zeigen, dass das Tor in der Mitte steht. Und dann zappelt er im Netz, der Fisch. Zugegeben, da muss er erst mal rein, schön gemacht, aber den jüngeren unter den Lesern dieser Zeilen sei gesagt, der heutige Trainer der Argentinier, Kinder, der war noch einen Hauch stärker, nur seine Frisur, die war genauso Scheiße. Und ist immer noch genauso Scheiße.
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Ein Bekenntnis

Ich gestehe: Ich freue mich auf das Spiel am Samstag. Ich freue mich auf Bayern München. Ich freue mich, wenn um 15:30 Uhr endlich das Spiel angepfiffen wird, wenn ich Spieler wie Lahm, Robben, Klose, Olic, ja sogar van Bommel sehen darf. Ich freue mich auch deshalb darauf, weil es immer eine Chance gibt, solch ein Spiel zu gewinnen. Ich würde mich freuen, gäbe es wieder solch magische Momente wie die am 17. März des Jahres 2007, als das ganze Stadion (fast das ganze Stadion) ein Spiel gewann, das nicht zu gewinnen war.
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Spochtmeldungen

Abseits ist dann…

Screenshot: sky.de… wenn der Schiedsrichter pfeift. Nur pfeift er halt nicht, wenn ein Pfiff einen Bayern-Spieler am Torerfolg hindern würde. Und so gibt uns Tom Henning Øvrebø in der Champions League am Mittwochabend eben den Herbert Fandel (Kyllburg). Der pfeift ja bekanntermaßen auch nicht (mehr).

Jetzt gibt es Menschen, die Anhänger anderer Bundesligaclubs sind, die deshalb “in der Liga natürlich nicht” zu den Bayern halten, “aber international schon, da will ich schon, dass eine deutsche Mannschaft gewinnt. Klar doch, oder?”. Sicher — klar doch.
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Ratlosigkeit

Foto: EELAls gestern endlich diese grotesk anmutende Parodie eines Pokalspieles abgepfiffen war, und sich die Spieler von Eintracht Frankfurt Richtung Kabine schlichen, stellten sich nur zwei Akteure der Komödie mit dem Titel “Eintracht Frankfurt gegen Bayern München” den Fragen der Reporter: Der Kapitän Christoph Spycher und der an diesem Abend überfordert wirkende Abwehrspielerdarsteller Maik Franz. Die Interviews nach dem Spiel war die stärkste Leistung des Frankfurter Innenverteidigers an diesem Abend. Patrick Ochs rannte mit den Worten “ich muss mich erst mal beruhigen” an den Journalisten vorbei, und auch Michael Skibbe war in den ersten Minuten nach der Partie für die schreibende Zunft nicht zu bekommen. Die stand derweil in kleinen Gruppen zusammen und wusste auch nicht so genau, wie sie die vergangenen 90 Minuten kurz vor Redaktionsschluss kommentieren sollte. Ratlosigkeit allerorten.
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Ich schäme mich

Warum eigentlich ich? Ich habe nicht da unten gestanden. Egal. Ich möchte trotzdem die Zuschauer des gebührenfinanzierten Fernsehens um Entschuldigung bitten. Die hatten einen Pokalfight erwartet. Was sie zu sehen bekamen, spottet jeder Beschreibung.

Ich habe kein Problem mich lächerlich zu machen. Was ich hasse ist gedemütigt zu werden. Keine Ahnung, wie man am Sonntag gegen Bochum gewinnen will. Natürlich bin ich trotzdem da.

Die Leidensfähigkeit des Frankfurter Publikums scheint endlich zu sein. Heute verließen die ersten Zuschauer nach 20 Minuten das Stadion. Ich blieb bis zum Schluss. Geschieht mir recht. Ich habe es gewusst.

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Pokalgedanken

Die Pokalauslosung meint es in dieser Saison gut mit unserer Eintracht aus Frankfurt. Nachdem man in der ersten Pokalrunde noch im Vorort Offenbach antreten musste, hat man nun das zweite Heimspiel in Folge zugelost bekommen. Nachdem man im ersten Pokalheimspiel gegen Aachen zehn Tore zu Gesicht bekam, kommen nun die Bayern aus München nach Frankfurt.

Vier Tage vor diesem Pokalknaller, der es sogar zur Live-Übertragung der ARD geschafft hat, musste die Eintracht in München antreten und verlor unglücklich. So zumindest die Aussage von Heribert Bruchhagen im Doppelpass: „Wenn man so kurz vor Schluss des Spiels das Gegentor kassiert ist eine Niederlage immer unglücklich.“ Die Eintracht präsentierte sich in München reifer als noch in der letzten Saison, wo man dort mit 0:4 verlor. Und wer weiß was passiert wäre, wenn Meier nicht zurückgepfiffen worden wäre. Ob das am neuen Trainer oder der vermeintlich schwächeren Verfassung der Bayern lag, darüber darf man spekulieren. Jedoch macht man sich als Anhänger von Eintracht Frankfurt so seine Gedanken zum kommenden Spiel und hiermit möchte ich einen Appell an Michael Skibbe richten.
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Eintracht Frankfurt

An der Taktik gescheitert

Am Ende dann hatte Eintracht Frankfurt das Spiel gegen Bayern München mit 1:2 Toren verloren. Absolut zu recht verloren, wenn auch ziemlich schmeichelhaft mit nur einem Tor Unterschied. Eintracht Frankfurt hatte diese Bundesligapartie gegen spielerisch Konzept- und Ideenlose Bayern auch deshalb nicht erfolgreicher gestalten können, weil bei Eintracht Frankfurt am Schluss der Begegnung Spieler auf dem Platz waren, die dort nichts zu suchen hatten. Und auch deshalb, weil die, die noch auf dem Platz waren, auf der falschen Position eingesetzt waren.

Im Grunde also hat gar nicht Eintracht Frankfurt gegen Bayern München verloren. Gestern, nachdem dieses über weite Strecken schwache Bundesligaspiel abgepfiffen war, hatte vor allem der Trainer Michael Skibbe gegen den Trainer Louis van Gaal verloren.
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Fröttmaning - Eintracht Frankfurt

Foto: Stefan KriegerDurch den zuschauerfreundlichen Spielplan der DFL bedingt, die das Heimspiel des Bornheimer Zweitligaclubs FSV Frankfurt gegen die wahren Münchner auf 13:00 Uhr am Hang angesetzt hat, werde ich wohl das erste Tor der Eintracht in Fröttmaning ganz knapp verpassen. Beim zweiten und dritten bin ich dann voller Aufmerksamkeit, beim vierten schon leicht benebelt. Nicht im Sinne eines Arbeitnehmers, aber man nimmt was man kriegt. Angst haben wir ja keine, damals hatten wir Angst, sagt der Paddy. Heute nicht. I wo. Und weil heute sonst alles anders ist als in den vergangenen Jahren dachte sich Trainer Skibbe wohl, er müsse den Freitag gestalten wie immer.
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Eintracht Frankfurt

Angst essen Tore auf

Bayern München ist seit 1963 in 39 Bundesliga-Heimspielen gegen Eintracht Frankfurt bislang drei mal von den Hessen bezwungen worden.

Drei. Mal.

Grund genug für die Münchener Abendzeitung, in ihrem Bericht “Götterdämmerung” einen Satz wie diesen zu schreiben

“Angstgegner Eintracht Frankfurt fordert die Bayern im Doppelpack, am Samstag daheim in der Liga, am Mittwoch auswärts im DFB-Pokal.”

Jetzt machen sie sich schon vor uns in die Hose. O tempora, o mores.
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