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Dum spiro, spero.
12.03.2010
Eintracht Frankfurt

Weg ist weg

“Wir haben uns die Punkte zurückgeholt, jetzt müssen wir gegen Mainz zu Hause nachlegen.” wird Eintracht-Trainer Michael Skibbe nach dem Erfolg über Hertha BSC Berlin zitiert. Soweit, so belanglos. Nein — man kann sich Punkte, die man zu Hause gegen Mönchengladbach vergeigt, nicht mehr zurückholen. Auch nicht durch einen Pflichtsieg beim abgeschlagenen Tabellenletzten in Berlin. Und ja — man muss zu Hause gegen Mainz nachlegen. Denn gegen Mainz zu verlieren ist genauso wenig eine Option wie gegen die Hertha zu verlieren. Drei Punkte, die man nicht holt, fehlen halt. Immer, egal wie das nächste Spiel auch enden wird.
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Die halbe Miete

Gut gemacht. Doch wirklich, soweit alles in Ordnung. Ja, Doppelsechs mit Raute und nur einem Stürmer kann sogar klappen, nämlich dann, wenn der Gegner nur Hertha BSC Berlin plus Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer heißt. Die Hertha zeigte sich gnädig und ließ vor allem die rechte Seite der Frankfurter frei spielen, der Schiedsrichter wehrte sich schon bedeutend mehr gegen einen Frankfurter Sieg und den damit verbundenen Abstieg der Hauptstädter, verteilte Gelbe Karte nach dem Zufallsprinzip oder ließ sie stecken, wenn er eigentlich hätte tätig werden müssen.

War am Ende egal. Arne Friedrich keulte einfach so lange durch die Gegend, bis er endlich in der dritten Minute der Nachspielzeit seine erwünschte Freischicht im nächsten Spiel der Hertha auf Schalke zugesprochen bekam. Zu diesem Zeitpunkt führte Eintracht Frankfurt mit 3:1 Toren, es hätte eine höhere Führung sein können, ja müssen.
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Hertha BSC Berlin - Eintracht Frankfurt

Das Duell. Der Unrasierte gegen den mit dem feschen Dreitagebart. Kleinreden gegen Optimismus verbreiten. Realismus gegen Visionen.

Heute zählt’s. Alles andere als ein Auswärtssieg ist indiskutabel.

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Erwartungen

Kid kann deutlich länger als ich, wie man im Hertha-Blog nachlesen kann. Wie dem auch sei - Erwartungen sind das Eine, Forderungen das Andere. Ich erwarte beim Schlüsselspiel am Samstag nichts, ich fordere hingegen alles.

So einfach kann man es sich machen, wenn man nichts zu verantworten hat.
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Diplomatie ist Arsch

Auch wenn die Einschränkung “…was nicht schwer war” nachgeschoben wird: Die Aussage des Frankfurter Kapitäns Christoph Spycher im FR-Interview “Das Gladbach-Spiel war jetzt nicht total schlecht, es war sogar eine Steigerung gegenüber dem Leverkusen-Spiel zu sehen” klingt schon fast ein wenig ratlos.

Ansonsten gibt es reichlich Futter fürs Phrasenschwein

- “Da muss die Mannschaft jetzt enger zusammenrücken.”
- “Wichtig ist nur, sich noch mehr auf Fußball zu konzentrieren … und keinesfalls den Kopf hängen zu lassen und in Lethargie zu verfallen.”
- “Wir müssen uns steigern.”
- “Wichtig ist, dass wir unser Spiel verbessern und kompakt als Mannschaft auftreten.”
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Eintracht Frankfurt

Die Rundschau irrt

Wieder einmal. Und Patrick Ochs, zur Zeit Rechtsverteidiger in Diensten von Eintracht Frankfurt, irrt offensichtlich ebenfalls

“Am Samstag nun kommt der 1. FC Köln nach Frankfurt. Da ist die Eintracht zwar nicht zum Siegen verdammt, aber weil danach der VfL Wolfsburg vorstellig wird, sollten “wir eines dieser Spiele gewinnen” (Ochs). Ansonsten droht das, was sie in Frankfurt unbedingt vermeiden wollen: ein kapitaler Fehlstart.”
[Quelle]

Den “kapitalen Fehlstart” hat Eintracht Frankfurt wohl schon hingelegt, wenn man den Reaktionen einiger Anhänger nach dem Spiel gegen Hertha BSC Berlin glauben darf. Wenn man die Erwartungshaltung an ein solches Spiel wie das gegen den amtierenden Tabellenzweiten richtig deutet, ist Eintracht Frankfurt am Samstag gegen Köln sehr wohl zum Sieg verdammt. Genau wie im Spiel danach gegen Wolfsburg. Und überhaupt eigentlich gegen jeden Gegner.

Zu beachten dabei: Siege sind natürlich nur dann wirkliche Siege, wenn “dem seiner” mitspielt. Ansonsten sind sie wie Niederlagen zu werten. “Karlsruhe reloaded”, am Samstag im Waldstadion zu Frankfurt oder am Stammtisch ihrer Wahl.

Eintracht Frankfurt

War irgendwas?

Das Spiel gegen Köln muss gewonnen werden, oder täusche ich mich da?

Eintracht Frankfurt

Hertha BSC Berlin - Eintracht Frankfurt

Mal was anderes. Martin Jol ist eine coole Sau. Wie er nach dem Spiel des HSV gegen die da gestern Abend dem u-n-e-r-t-r-ä-g-l-i-c-h-e-n Beckham Beckmann ruhig und sachlich bestätigt hat, dass er, Jol, nicht Beckham Beckmann, den Hamburger Problem-Brasilianer Thiago Neves vor dem Spiel gegen die da suspendiert hat, das war schon prima. Und wenn Beckham Beckmann weniger an sich selbst sondern an seinem Gesprächspartner interessiert gewesen wäre, hätte er, Beckham Beckmann, nicht Jol, das sogar mitbekommen.
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Es wird eng

Wir hatten es schon einmal thematisiert, so wie im Fußball im Grunde sowieso alles schon mal gesagt wurde: Die Verletztenliste bei Eintracht Frankfurt wird kleiner und es stellt sich die Frage, wen man zu einem Bundesligaspiel überhaupt in den Kader beruft. Noch fehlen mit Amanatidis, Spycher, Bajramovic und Korkmaz mindestens vier Spieler, die mittelfristig auch noch dazu stoßen werden. Aber schon jetzt wird es für die kommende Begegnung gegen Berlin eng im Flugzeug.

Am Samstag geht’s los. Zeit, ein wenig zu spekulieren.
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Im Gespräch mit Welt Hertha Linke

Torsten Wieland, kluger Kopf des “Königsblogs“, hat über den nächsten Gegner der Eintracht einmal treffend folgendes gesagt

“Das Beste an Hertha BSC ist Welt Hertha Linke.”

Recht hat Torsten, auch wenn er Schalke-Fan ist. Ennos Hertha-Blog ist viel besser als dieser merkwürdige Hauptstadt-Verein. Und weil dem so ist, und weil mir zu Hertha absolut nichts einfällt, dacht’ ich mir, fragst mal jemanden, der sich damit auskennt. Dieter Hoeneß war nicht zu erreichen, er arbeitet wohl an einer neuen Image-Kampagne für den Club, also habe ich Enno ein paar Sachen gefragt. Das Gespräch nach dem Klick.
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