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Dum spiro, spero.
11.03.2010
Eintracht Frankfurt

Kein Feuerwerk

Tischfeuerwerk. Foto: Stefan Krieger
Als zum Beginn der zweiten Halbzeit der gestrigen Bundesligapartie von Arminia Bielefeld gegen Eintracht Frankfurt im weit entfernten Frankfurter Stadteil Schwanheim von ein paar unbelehrbaren sogenannten Fußballfans im Schutze eines Eintracht-Schals ein Tisch-Pyro abgefackelt wurde (siehe Bild), muss dies Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel offensichtlich falsch verstanden haben. Wie beim Auswärtsspiel in Karlsruhe, als ähnliche Signale aus dem Gästeblock zur Einwechslung von Caio geführt hatten, wurde der Japaner Inamoto aus dem Spiel genommen und für ihn diesmal der Offensivmann Korkmaz gebracht. Anders als in Karlsruhe allerdings wurde das Spiel der Hessen, bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich Herr der Alm, durch den Wechsel nicht belebt. Und so endete die Partie Leistungsverweigerungsgerecht torlos Unentschieden. Frankfurt holte einen Punkt in Bielefeld oder vergab einen Dreier, je nach Sichtweise, genau wie am selben Ort übrigens ein paar Wochen zuvor der Tabellenführer der Fußballbundesliga, die Hertha aus Berlin.
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Eintracht Frankfurt

Arminia Bielefeld - Eintracht Frankfurt

Wir schreiben den 08.03.1899. Dietmar Hopp findet, dies sei eine schöne Jahreszahl und beschließt, die Turn- und Sportgemeinde…

Unfug.

Eintracht Frankfurt wird heute 110 Jahre alt und holt drei Punkte in Ostwestfalen. Zum Geburtstag.

Eintracht Frankfurt

Na dann - Bielefeld

“C.” ist Eintrachtfan. “C.” ist aber nicht einfach so Eintrachtfan. “C.” ist ein akribischer Eintrachtfan. Seitdem es die Möglichkeit gibt, alle Spiele seines Vereins live und in voller länge am Farbfernsehapparat zu empfangen, schneidet “C.” die Begegnungen von Eintracht Frankfurt mit, erst auf Videoband, später dann auf DVD, und archiviert sie. Dann kann sich “C.”, wenn er aus dem Stadion oder von den Auswärtsfahrten wieder zurück ist, die Spiele seiner Mannschaft nochmal in Ruhe anschauen.

Es ist nicht überliefert, ob “C.” sich wirklich alle Spiele nachher nochmal in Ruhe zu Gemüte führt. Ich bin mir nicht mal sicher, ob die Einleitung der Wahrheit entspricht, ob “C.” wirklich alle Spiele archiviert hat, ob alle archivierten Datenträger noch intakt sind. Das alles spielt auch keine Rolle. “C.” jedenfalls hat mir eine Kopie der Begegnung von Eintracht Frankfurt beim KSC zukommen lassen. Auf das ich mir das Spiel, bei dem ich selbst im Wildpark war, später dann ohne Aufregung anschauen, die taktischen Finessen einer exakten Analyse unterziehen und mich am Spiel der Frankfurter ergötzen könne. Ganz ohne Feuerwerk, zuhause, im stillen Kämmerlein.

Ich habe es getan. Und es war grausam.
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Eintracht Frankfurt

To do KW 10

Foto: Stefan Krieger“Und tschüss!” entfuhr es dem Kommentator der Premiere-Konferenz gestern beim Spiel Karlsruhe gegen Stuttgart, als Khedira zwei Minuten vor Schluss den Sieg der Schwaben über die Badener endgültig sicherstellte. Sami Khedira allein bewies bei diesem Treffer übrigens mehr Siegeswillen und Energie, als die gesamte Mannschaft von Eintracht Frankfurt am Samstag in der Partie gegen Schalke 04, nimmt man vielleicht die Eintrachtler Chris und Russ mal aus.

“Und tschüss!” jetzt auch für Michael Fink, Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich im Waldstadion, und eventuell bald Mitstreiter von Sami Khedira im Mittelfeld des VfB Stuttgart. Durchaus möglich, wenn man der Meldung der BILD vom heutigen Tag glauben mag. Dort wird Fink mit den Worten

“Die Zeichen stehen auf Trennung, nachdem das Angebot, das ich zweimal nicht angenommen habe, zurückgezogen wurde. Es kann sein, dass ich schon in den nächsten Wochen woanders unterschreibe.”

zitiert. “Woanders” könnte durchaus Stuttgart sein. Wohin es den laut BILD “angehenden Führungsspieler” innerhalb weniger Wochen zum “Führungsspieler” mutierten Schwaben auch immer ziehen wird: Viel Glück, Michael Fink. Und tschüss.
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Eintracht Frankfurt

Entscheidung vertagt

Foto: EELAls Benjamin Köhler in der 87. Minute den Ausgleich gegen Bielefeld köpfte, war man geneigt das auszurufen, was sich eigentlich verbietet ausgerufen zu werden: “Ausgerechnet Köhler!”

Ausgerechnet Benjamin Köhler. Ausgerechnet er hat wahrscheinlich dem Frankfurter Trainer Friedhelm Funkel vorläufig den Job gerettet. Ausgerechnet jener Spieler, der in der Vergangenheit von den Anhängern des Frankfurter Erstligisten oftmals das zu hören bekam, was der Übungsleiter in den letzten Spielen immer öfter von den Rängen vernehmen muss.

Weiter ist man in Frankfurt durch diese Niederlage, die sich als Unentschieden verkleidet, trotzdem nicht. An der Situation hat sich nicht viel geändert, ein kurzes Durchschnaufen vielleicht, die Probleme bleiben bestehen. Und es sind keine Probleme, die sich kurzfristig lösen ließen. Nicht durch einen Sieg, wenn er denn irgendwann kommt, nicht durch fast verzweifelten Aktionismus, wie er gestern mit der Einwechslung von Caio und Juvhel Tsoumou demonstriert wurde und auch nicht mit Durchhalteparolen, wie sie die Verantwortlichen in Momenten wie diesen halt ausgeben. Ausgeben müssen, denn es bleibt ihnen keine andere Wahl. So funktioniert das Geschäft, das sind die Mechanismen.
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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld

“Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.”
Voltaire

Cottbus hält sich nicht an die Vorgabe und gewinnt einfach mal so in Berlin. Hannover ist ähnlich unverschämt. Hoffenheim verliert so, wie ich das sehen will. Nur Gladbach scheint uns noch zu mögen.

Heute ist alles erlaubt. Auch hier, egal wie das Spiel endet. Was raus muss, muss raus.

Eintracht Frankfurt

Drei Siege in Folge

Foto: (c) EEL
Foto: © EEL

Block 26B, Reihe 29, Sitz 2. Da ist er tatsächlich. Als ich den BLOG-G-Experten Jockel in der Halbzeit aufsuchte und nach seiner Meinung zum bisher gesehenen befragte, wurde mir mit einem typisch unaufgeregten “Ich bin zufridde!” geantwortet. Besser kann man das Spiel gegen Bielefeld kaum zusammenfassen.
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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld

Foto: (c) Stefan, BLOG-G
Symbolbild: Heribert Bruchhagen, Westfale und Eintrachtler

Die Meldung des Tages für den geneigten Freund des launischen Umgangs mit dem runden Ding, das schon lange nicht mehr aus Leder ist, war gestern zweifelsohne die Vertragsverlängerung mit Heribert Bruchhagen.

Das ist gut so. Das ist sogar ausgezeichnet. In Frankfurt kann man sich inzwischen nämlich alles vorstellen. Den Abstiegskampf, ein volles Stadion gegen einen Gegner wie Bielefeld, eine ganze Saison mit einem Torhüter ohne Verletzung, ein Oka Nikolov zu den Bayern - aber die Eintracht ohne Heribert Bruchhagen wäre undenkbar gewesen.
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Eintracht Frankfurt

Der sportliche Aschermittwoch

Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling, besonders wenn das nächste Spiel das schwerste ist. Da hängen die Trauben hoch und das Runde muss erneut ins Eckige, denn die Wahrheit, die liegt auf dem Platz. Oder auch: Bielefeld ist nicht Berlin. Berlin ist nicht sexy und Bielefeld gibt es tatsächlich. Das 3:0 in der Ferne ist nichts wert, wenn am Freitag nicht nachgelegt wird. Was natürlich Quatsch ist, denn drei Punkte sind drei Punkte. Drei Tore drei Tore. Aber sechs Punkte sind ohne Zweifel mehr als drei Punkte. Nimmt man Duisburg dazu, wären das schon neun. Neun Punkte in drei Spielen wären so etwas wie eine neue Eintracht. Davon kann man nach nur einem überzeugenden Sieg zur Zeit noch nicht ausgehen. Apropos ausgehen: Überheblich darf man den Freitag nicht angehen, sonst kann es böse ausgehen. Und alles ist wie zuvor, bevor nicht das Gegenteil bewiesen ist. Was zu beweisen sein wird.
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Eintracht Frankfurt

Sind wir Berlin?

In der Vorbereitung auf das anstehende Spiel gegen Bielefeld musste ich im persönlichen Trainingslager lange in den Archiven wühlen, um mich an das letzte Heimspiel gegen die Westfalen zu erinnern. Richtig, es war im November des Jahres 2006. Es gab schon das Internet, es gab schon diese kleine Heimatseite. Und es gab einen Bericht zu dem Spiel gegen Bielefeld. Lustig, wenn man sich heute die Kommentare zu diesem Bericht durchliest.

Ach ja, das Spiel endete mit 3:0 für die Gastmannschaft.

 
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