Wenn ein völlig regulärer Treffer, erzielt von Eintracht Frankfurt, vom warum auch immer in dieser Situation Abseits pfeifenden Pfeifenmann (München) nicht gegeben wird, ignorieren wir das ganz einfach. Bochum eins, da sind wir gnädig, Eintracht drei. Feierabend. Bochum eins nur deshalb, weil wir mal wieder durch eine Slapstickeinlage dem Gegner unsere Größe und Barmherzigkeit erwiesen, sah schon lustig aus, als sich Russ und Köhler da an der Außenlinie gegenseitig über den Haufen rannten. Was haben wir gelacht im fernen Frankfurt am Farb-TV, wohl wissend, uns würde nichts geschehen an diesem regnerischen Freitagabend.
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Ausgerechnet (!) Heller, natürlich (!) ein Knie: Die Luxus-Aufstellungsprobleme von Michael Skibbe scheinen sich von alleine zu lösen. Marcel Heller hat sich im Abschlusstraining gestern verletzt. Ausgerechnet (!) Heller!
Warum eigentlich Chris? Der Brasilianer bildet den Abschluss der Woche der Homestorys in der BILD. Putzig, der kleine Chris, oder? Damit findet die Trilogie im besten Sportteil (ever!) ein Ende. Eine Woche Sportberichterstattung im besten Sportteil (ever!), fast ganz ohne Sport. Perfekt.
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Und nun zum Wetter: Bis zum Wochenende hui, dann pfui. So kurz wie das erste Erwachen des Frühlings war, so kurz auch das Stimmungshoch bei Eintracht Frankfurt nach dem Sieg gegen Bayern München. Denn Frankfurt verliert in Bochum, weil Frankfurt in Bochum meist verliert. So wie die Bayern gestern das schrecklich ermüdende Pokalspiel durch eine Einzelaktion von Arjen Robben gewonnen haben. Es gibt Gesetzmäßigkeiten im Fußballsport. Robben schnappt sich den Ball auf rechts, zieht nach innen und vollendet mit links. Tor, Spiel entschieden. Eintracht Frankfurt verliert in der Regel in Bochum und gegen die Bayern. Ausnahmen bestätigen dies.
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Ein Leckerbissen für Fußball-Gourmets war das wahrlich nicht, was Eintracht Frankfurt und der VfL Bochum den nur gut 37.000 Zuschauern am elften Spieltag im Frankfurter Waldstadion boten. Mit 2:1 gingen am Ende die in allen Belangen überlegenen Hausherren als Sieger vom Platz — man ließ es sich sogar nicht nehmen, alle Treffer selbst zu erzielen. Eintracht Frankfurt hat mit diesem wichtigen Sieg nach der Klatsche im Pokal erst ein mal ein wenig Balsam auf die weidwunde Seele gestrichen, und der VfL Bochum steht in der Tabelle genau da, wo er in Anbetracht einer solchen Leistung hingehört. Schlechter geht es kaum. Und als Beobachter von Bundesligafußball in Frankfurt weiß man, wovon man spricht, wenn man sich ein solches Urteil heraus nimmt.
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Der elfte Spieltag hat es bisher in sich. Keines der sieben Topteams der Bundesliga konnte einen Sieg erzielen, der Hamburger SV verlor sogar sein Heimspiel gegen Mönchengladbach. Der kränkelnde VfB Stuttgart zeigt, wie man mutig und engagiert den weiterhin wenig überzeugenden Bayern aus München den Schneid abkauft. Die Bayern, unter der Woche in Frankfurt angeblich noch unbezwingbar, haben nach dem 11. Spieltag unter Herrn van Gaal 19 Punkte. Unter Jürgen Klinsmann waren es in der Saison zuvor zum gleichen Zeitpunkt zwei mehr.
So zementiert ist sie, die Liga.
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Meine Güte, was bin ich froh, dass ich in diesen Tagen kein Fan des VfL Bochum bin. Warum? Deshalb. Und wegen des krampfhaften Versuchs, das auf der Vereinsseite im Internet zu erklären. Oder so zu tun, als würde man es erklären.
Irgendwie bin ich auch froh, kein Fan von Alemannia Aachen zu sein. Und den Aachenern steht das Schlimmste noch bevor.
Was macht es da schon, das man selbst gestern im Spiel auf dem Sportplatz “Hinter der Röth” eine schwere 1-4 Klatsche hat einstecken müssen?
Eben — nichts.
Steigt Eintracht Frankfurt diese Saison ab?
Nein.
Ist das gut so?
Ja.
Wie lange ist Friedhelm Funkel noch Trainer von Eintracht Frankfurt?
Dazu Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG: “Wir handeln nach den Gesetzen der Bundesliga und mit Augenmaß. Wir werden den 34. Spieltag spielen und dann besonnen nachdenken, was für die Eintracht am besten ist. Der Druck ist immens.” (Quelle). Am 25. Mai trifft der Aufsichtsrat mit dem Vorstand zu einer Sitzung zusammen. (Quelle)
Wer ist schuld an solch blutleeren Auftritten wie gestern in Bochum?
Dazu Ioannis Amanatidis, Kapitän von Eintracht Frankfurt: “Das ist alles zu wenig, alles zu schwach. Es ist völlig in Ordnung, dass die Fans sauer sind. Ob wir Spieler oder das Trainerteam - jeder muss sich mal hinterfragen, wo er mit der Eintracht hin will.” (Quelle)
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Guten Morgen! Guten Morgen natürlich auch nach Duisburg, ins Landhaus Milser. Dort hat der Tross von Eintracht Frankfurt einen Tag früher als geplant Quartier bezogen, um den kleinen Betriebsunfall im Heimspiel gegen Werder Bremen (wir berichteten) aufzuarbeiten. Und, natürlich, um sich auf die kommende Begegnung gegen den VfL Bochum in aller Ruhe vorzubereiten. Das Landhaus Milser. Eine gute Wahl! Schon die Willkommensseite des Internetauftritts der Herberge verspricht einiges
“Da, wo der grüne Norden Düsseldorfs an den grünen Süden Duisburgs grenzt, haben wir ein Hotelkonzept realisiert, das Ihnen schmecken wird.”
Wie schmeckt wohl so ein Hotelkonzept?
Scherz beiseite, die Lage ist ernst, aber noch ist Frankfurt nicht verloren. Im Landhaus Milser, Bauherr und Eigentümer ist der Olympiasieger im Gewichtheben von 1984, Rolf Milser, lässt sich sicher gut und konzentriert arbeiten. Diese Ruhe sei unseren Heroen gegönnt, sowohl denen, die auf dem Rasen in Bochum am Samstag die Knochen für uns Krakeeler hinhalten, als auch denen, die über die Zukunft des hessischen Bundesligisten nachzudenken haben. Eine Zukunft, die sich auch nächste Saison hoffentlich in der ersten Liga abspielen wird.
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Martin Fenin und Nikos Liberopoulos sind auf dem besten Wege, zum “Paar des Jahres” in Frankfurt zu werden. Wie schon im letzten Heimspiel gegen Hannover rieb sich der Beobachter verwundert die Augen und stellte sich die “Vierzunull?“-Frage. 4:0 hat die Eintracht gewonnen - am Ende sogar um ein oder zwei Tore zu niedrig. Vier Tore geschossen und keines kassiert gegen einen Gegner, der zumindest in der ersten Halbzeit überlegen war, und das in Unterzahl.
Der Tscheche Fenin bereitete dabei beide Tore von Liberopoulos vor. Erst durch seinen Einsatz gegen den Bochumer Torwart Daniel Fernandes, nach dessen Foul und Platzverweis der Strafstoß vom Griechen eiskalt verwandelt wurde, dann durch seine Flanke aus dem Fußballlehrbuch auf den zweiten Pfosten, als Liberopoulos goldrichtig nachgerückt war und per Kopf das 2:0 erzielte. Der Torschütze bedankte sich brav, gegen Bochum auf die selbe Art wie schon gegen Hannover.
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