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Dum spiro, spero.
22.03.2010
Eintracht Frankfurt

Schmaljohann als Küchenmeister

Eintracht Frankfurt besiegt Bochum. Foto: Stefan KriegerEin Leckerbissen für Fußball-Gourmets war das wahrlich nicht, was Eintracht Frankfurt und der VfL Bochum den nur gut 37.000 Zuschauern am elften Spieltag im Frankfurter Waldstadion boten. Mit 2:1 gingen am Ende die in allen Belangen überlegenen Hausherren als Sieger vom Platz — man ließ es sich sogar nicht nehmen, alle Treffer selbst zu erzielen. Eintracht Frankfurt hat mit diesem wichtigen Sieg nach der Klatsche im Pokal erst ein mal ein wenig Balsam auf die weidwunde Seele gestrichen, und der VfL Bochum steht in der Tabelle genau da, wo er in Anbetracht einer solchen Leistung hingehört. Schlechter geht es kaum. Und als Beobachter von Bundesligafußball in Frankfurt weiß man, wovon man spricht, wenn man sich ein solches Urteil heraus nimmt.
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Eintracht Frankfurt

Spieltag 11, 1.11.09

Der elfte Spieltag hat es bisher in sich. Keines der sieben Topteams der Bundesliga konnte einen Sieg erzielen, der Hamburger SV verlor sogar sein Heimspiel gegen Mönchengladbach. Der kränkelnde VfB Stuttgart zeigt, wie man mutig und engagiert den weiterhin wenig überzeugenden Bayern aus München den Schneid abkauft. Die Bayern, unter der Woche in Frankfurt angeblich noch unbezwingbar, haben nach dem 11. Spieltag unter Herrn van Gaal 19 Punkte. Unter Jürgen Klinsmann waren es in der Saison zuvor zum gleichen Zeitpunkt zwei mehr.

So zementiert ist sie, die Liga.
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Am richtigen Ort geboren

Noch mal Glück gehabt

Meine Güte, was bin ich froh, dass ich in diesen Tagen kein Fan des VfL Bochum bin. Warum? Deshalb. Und wegen des krampfhaften Versuchs, das auf der Vereinsseite im Internet zu erklären. Oder so zu tun, als würde man es erklären.

Irgendwie bin ich auch froh, kein Fan von Alemannia Aachen zu sein. Und den Aachenern steht das Schlimmste noch bevor.

Was macht es da schon, das man selbst gestern im Spiel auf dem Sportplatz “Hinter der Röth” eine schwere 1-4 Klatsche hat einstecken müssen?

Eben — nichts.

Eintracht Frankfurt

Fragen und Antworten

Steigt Eintracht Frankfurt diese Saison ab?
Nein.

Ist das gut so?
Ja.

Wie lange ist Friedhelm Funkel noch Trainer von Eintracht Frankfurt?
Dazu Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG: “Wir handeln nach den Gesetzen der Bundesliga und mit Augenmaß. Wir werden den 34. Spieltag spielen und dann besonnen nachdenken, was für die Eintracht am besten ist. Der Druck ist immens.” (Quelle). Am 25. Mai trifft der Aufsichtsrat mit dem Vorstand zu einer Sitzung zusammen. (Quelle)

Wer ist schuld an solch blutleeren Auftritten wie gestern in Bochum?
Dazu Ioannis Amanatidis, Kapitän von Eintracht Frankfurt: “Das ist alles zu wenig, alles zu schwach. Es ist völlig in Ordnung, dass die Fans sauer sind. Ob wir Spieler oder das Trainerteam - jeder muss sich mal hinterfragen, wo er mit der Eintracht hin will.” (Quelle)
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Frankfurt vs. Frankfurt

Foto: Stefan Krieger
Heute vor 17 Jahren wurde der Mann auf dem Bild, Ralf Weber, betrogen. Gestern saß Ralf Weber im Eintracht-Museum und erzählte von seinem Trauma. Heute spielt Eintracht Frankfurt gegen den VfL Bochum. Und trotzdem ist die Überschrift zu diesem Beitrag nicht falsch. Denn heute spielt Eintracht Frankfurt gegen Eintracht Frankfurt. Auf dem Rasen und auf den Rängen. Auch ich wurde übrigens vor 17 Jahren betrogen, wie Ralf Weber betrogen wurde. Ich wurde um die wohl letzte Chance in meinem Leben gebracht, eine Meisterschaft mit dem Verein meines Herzens feiern zu dürfen. Damals dachte ich noch nicht so, 17 Jahre und ein paar Ab- und Aufstiege später ist mir dies allerdings durchaus bewusst. [...]
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Wellnesstag

Guten Morgen! Guten Morgen natürlich auch nach Duisburg, ins Landhaus Milser. Dort hat der Tross von Eintracht Frankfurt einen Tag früher als geplant Quartier bezogen, um den kleinen Betriebsunfall im Heimspiel gegen Werder Bremen (wir berichteten) aufzuarbeiten. Und, natürlich, um sich auf die kommende Begegnung gegen den VfL Bochum in aller Ruhe vorzubereiten. Das Landhaus Milser. Eine gute Wahl! Schon die Willkommensseite des Internetauftritts der Herberge verspricht einiges

“Da, wo der grüne Norden Düsseldorfs an den grünen Süden Duisburgs grenzt, haben wir ein Hotelkonzept realisiert, das Ihnen schmecken wird.”

Wie schmeckt wohl so ein Hotelkonzept?

Scherz beiseite, die Lage ist ernst, aber noch ist Frankfurt nicht verloren. Im Landhaus Milser, Bauherr und Eigentümer ist der Olympiasieger im Gewichtheben von 1984, Rolf Milser, lässt sich sicher gut und konzentriert arbeiten. Diese Ruhe sei unseren Heroen gegönnt, sowohl denen, die auf dem Rasen in Bochum am Samstag die Knochen für uns Krakeeler hinhalten, als auch denen, die über die Zukunft des hessischen Bundesligisten nachzudenken haben. Eine Zukunft, die sich auch nächste Saison hoffentlich in der ersten Liga abspielen wird.
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Eintracht - Bochum: Duo Infernale

Freude pur. Foto: Stefan Krieger
Martin Fenin und Nikos Liberopoulos sind auf dem besten Wege, zum “Paar des Jahres” in Frankfurt zu werden. Wie schon im letzten Heimspiel gegen Hannover rieb sich der Beobachter verwundert die Augen und stellte sich die “Vierzunull?“-Frage. 4:0 hat die Eintracht gewonnen - am Ende sogar um ein oder zwei Tore zu niedrig. Vier Tore geschossen und keines kassiert gegen einen Gegner, der zumindest in der ersten Halbzeit überlegen war, und das in Unterzahl.

Der Tscheche Fenin bereitete dabei beide Tore von Liberopoulos vor. Erst durch seinen Einsatz gegen den Bochumer Torwart Daniel Fernandes, nach dessen Foul und Platzverweis der Strafstoß vom Griechen eiskalt verwandelt wurde, dann durch seine Flanke aus dem Fußballlehrbuch auf den zweiten Pfosten, als Liberopoulos goldrichtig nachgerückt war und per Kopf das 2:0 erzielte. Der Torschütze bedankte sich brav, gegen Bochum auf die selbe Art wie schon gegen Hannover.
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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt - VfL Bochum

Würde es nach der Anzahl der erfolgreich abgeschlossenen Torschüsse im gestrigen Training gehen, wäre die letzte noch offene Frage zur Startelf von Eintracht Frankfurt im heutigen Spiel gegen Bochum geklärt. Caio müsste spielen. Der Brasilianer verwandelte bei der Übung “Ball auf Außen, zur Grundlinie, in den Rücken der (im Training nicht vorhandenen) Abwehr passen” deutlich mehr Bälle als sein potentieller Konkurrent für den freien Posten im Mittelfeld, der Iraner Mehdi Mahdavikia.

Was natürlich auch daran lag, dass Caio zu denen gehörte, die zentral auf Vorlagen warteten, während Mahdavikia die Rolle des Flankengebers spielte und gar keine Möglichkeit hatte, sich durch Tore auszuzeichnen. Also wird die Entscheidung, wer für Faton Toski spielen wird, nicht nur eine personelle sondern vielleicht auch eine taktische sein. Hier ein zentraler Spieler hinter den Spitzen (Caio), dort ein breites Mittelfeld mit Übergewicht auf Außen (Mahdavikia).

Wenn die Mannschaft zur Vorbereitung auf das Spiel den Rasen des Stadions betritt wissen wir mehr.
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Eintracht Frankfurt

Bochum ist stark!

Friedhelm Funkel im Interview. Foto: Stefan Krieger
Im Forum weiß man es schon lange, natürlich. Kid hat unlängst den Versuch unternommen, in einer Aufstellung ohne Wertung etwas Klarheit zu verschaffen. Aber es ist und bleibt schwer, gegen die Entwicklung “der Mythos wird zur Wahrheit, wenn man ihn nur oft genug wiederholt” anzuschreiben. Miguel de Cervantes veröffentlichte seinen Roman vom gegen die Windmühlen kämpfenden Don Quichote im Jahre 1605. Man darf davon ausgehen, dass Don Quichote, hätte er je gelebt, heute nicht mehr unter uns weilen würde. Windmühlen hingegen gibt’s noch immer. Fakt ist und bleibt wahrscheinlich: Friedhelm Funkel redet die Gegner stark. Gerne mit dem Zusatz “immer”. Auch deshalb, natürlich: Funkel raus.
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Eintracht Frankfurt

Vor dem Showdown

“Peppi” Schmitt legt sich fest, Thomas Kilchenstein noch nicht. Der Trainer schweigt. Es geht am Samstag um mehr als einen Sieg gegen Bochum, einen Sieg, der so wichtig wäre fürs überwintern auf einem für Frankfurter Verhältnisse recht gemütlichen Platz. Es geht um die Frage der Fragen, es geht um mehr als nur Hosenknöpfe, Damen und Herren, es geht darum, ob er spielt, und zwar von Anfang an, mindestens, oder ob er ihn wieder nicht bringt.
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